Wie wird Rosé hergestellt? – WineStore
Wie wird Rosé hergestellt?

Wie wird Rosé hergestellt?

Was ist eigentlich Rosé?

Roséwein (kurz Rosé) wird aus Rotweintrauben hergestellt. Das Fruchtfleisch der Rotweintrauben ist ebenso wie bei Weißweintrauben durchsichtig. Seine Farbe erlangt der Rosé dabei durch die roten Farbpigmente in der Schale der Rotweintrauben. Anders als bei der Rotweinherstellung bei der die Traubenschalen zusammen mit dem Saft vergoren werden, die sogenannte “Maischegärung", werden die Schalen bei der Roséherstellung nach nur wenigen Stunden vom Traubensaft getrennt.

Die Freisetzung der Pigmente aus der Maische bei der Rotweinherstellung erfolgt typischerweise über einige Wochen hinweg.
Wenn dieser Prozess schon nach wenigen Stunden unterbrochen wird, ist nur wenig Farbstoff aus den Traubenschalen freigesetzt worden. Der Winzer macht sich dies bei der Rosé Herstellung zunutze und übernimmt die volle Kontrolle über die Farbe des Weines.

Sobald der Saft eine leichte Rotfärbung angenommen hat, wird er abgepresst und in einen anderen Tank umgefüllt, wo er ohne die Schalen weiter gärt. Schließlich wird er als Roséwein in Flaschen abgefüllt. Streng genommen sind Roséweine also vergorene Rotweine, die nur minimalen Kontakt mit den Traubenschalen hatten.

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Wie wird Rosé hergestellt?

Es gibt verschiedene Arten wie man einen Rosé herstellen kann:

Rosé- Herstellung- Abpress Methode:

Bei der Herstellung von Rosé in der Abpress Methode erntet der Winzer reife Rotweintrauben, bringt diese in den Weinkeller und presst den Saft sofort aus den Trauben. Der Traubensaft von Rotwein Trauben ist eine klare, durchsichtige Flüssigkeit. Wie oben bereits erwähnt, liefern lediglich die Schalen der Trauben die Farbpigmente an den Wein.
Beim Austritt des Safts aus der Traube kommt dieser mit der Außenhaut der Traube in Kontakt. Der Saft wird somit durch die Traubenhaut gefärbt. Da der Kontakt zwischen Saft und Schale nur sehr kurz ist, wird nur eine kleine Menge der Farbpigmente aus der Schale extrahiert, so dass der Saft meist nur einen hellrosa Farbton aufweist.

Rosé- Herstellung- Saignée Methode:

Saignée bedeutet "ausbluten" und ist eine der gängigsten Methoden zur Herstellung von Rosé.
Rosés nach der Saignée-Methode weisen häufig eine hell rosarote Farbe auf und haben manchmal mehr dunkle Fruchtnoten von Kirschen, Brombeeren und Heidelbeeren. Wenn die geernteten Trauben in den Weinkeller gebracht werden, wandern sie in ein Gärgefäß und werden dort für einen Zeitraum von 2 Stunden bis zu 24 Stunden gelassen. Während dieser Zeit brechen die Trauben durch das Gewicht der übereinander liegenden Trauben auf und der Traubensaft tritt aus.
Wie bei der Direktpressung kommt der klare Traubensaft mit den Pigmenten der Traubenschalen in Kontakt. Der Saft wird aus dem Tank abgelassen und entsprechend vinifiziert.

Rosé- Herstellung- Mazerations-Methode:

Roséherstellung Mazeration Methode

Die Mazerations-Methode ist die wahrscheinlich häufigste Art der Rosé Herstellung. Sie wird in der Provence in Frankreich sowie in Südafrika und anderen Weinregionen der Welt verwendet. Bei der Mazerations-Methode lässt man die Rotweintrauben eine Zeit lang mit den Schalen in der Maische ruhen und verarbeitet anschließend die gesamte Saftmenge zu einem Roséwein.

Die Dauer des Schalenkontakts sowie die Schalendicke bestimmen die Farbe des Rosés. Diese Art der Rosé Produktion ergibt einen komplexeren Geschmack des Rosés im Vergleich zu anderen Rosé Herstellungsmethoden.

Rosé- Herstellung- Verschnitt (Roséschaumwein) Methode:

Diese Methode der Rosé Herstellung ist bei stillen Roséweinen sehr unüblich, kommt jedoch in Schaumwein Regionen wie der Champagne etwas häufiger vor. Bei der Verschnitt Methode (auch Roséschaumwein-Methode genannt), die eine breite Palette von leichten bis schweren Roséweinen hervorbringt, wird ein wenig Rotwein zum Weißwein hinzugefügt. Für diese Methode der Rosé Herstellung wird keine große Menge an Rotwein benötigt. 5% - 20% Rotwein reichen aus, um einen Weißwein rosa zu färben.
Oft ist diese Art der Rosé Herstellung jedoch nicht zulässig.

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